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Generationswechsel in der VWT

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

In der Ausgabe 02/2014 habe ich in meinem Programm als neuer VWT-Präsident mit dem Titel „Erfolgskurs für den Steuerberater/Wirtschaftsprüfer“ dargestellt und versprochen, den Steuerbera­ter zu einem modernen und attraktiven Beruf weiter zu entwi­ckeln, mit Befugnisse und Vertretungsrechte die der veränderte Markt von ihm fordert.

Nachdem ich mein vorgenommenes Ziel erreicht habe, ist es mit 64 Jahren „…Zeit für mich zu gehen…!“ Ich will und möchte recht­zeitig Platz machen für meinen jungen dynamischen Nachfolger Philipp Rath. Ich habe mir auch vorgenommen, dass ich künftig nicht als graue Eminenz im Hintergrund wirken werde. Wer ein solches wichtiges Amt übergibt, muss auch loslassen können. Dazu bin ich jetzt bereit – schließlich gibt es noch viele andere schöne Dinge im Leben, wie Segeln, Harley fahren, Golfen usw., die bei mir in den vielen vergangenen Jahren zu kurz gekommen sind. Meinen Beruf als Steuerberater/Wirtschaftsprüfer werde ich noch nicht aufgeben, dafür ist er mir immer noch zu wichtig.

Mit dem Song von Reinhard Mey „...was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Stehen!“ möchte ich mich von allen Freunden, Partnern in der VWT und allen Kollegen bedanken, die ich in und außerhalb der VWT, im Beruf und in allen Gremien kennen und schätzen gelernt habe. Alle von mir ausge­übten Funktionen waren nicht immer leicht neben meiner Kanzlei unter einen Hut zu bringen, aber ich habe es gemacht, weil es mir einfach wichtig war.

Ich war und bin immer noch ein begeisterter Steuerberater, für den der Beruf nicht nur Arbeit, sondern Freude und eine Beru­fung ist. Mein gelebter Leitspruch lautet: „work hard, have fun and make money“. Vor allem war mir immer klar, dass man mit viel Arbeit und Spaß an der Arbeit auch Geld verdienen kann und wird. Dabei habe ich auch nie vergessen, dass dieser Spruch mit work hard beginnt!

Gemeinsam mit meinen Freunden in der VWT und mit starker Un­terstützung durch Philipp Rath haben wir in den letzten Jahren mit Ausdauer, viel Energie und vor allem mit Beständigkeit viel erreicht1. Es wurde mit intensiver Überzeugungsarbeit die „Zwei-Marken-Strategie“ umgesetzt und die KWT ab 1.1.2013 durch das Ausscheiden der Buchhaltungsberufe wieder zum Freien Beruf für Steuerberater und Wirtschaftsprüfers gemacht und im WTBG 2017 mit den Befugniserweiterungen auch der Beruf des Steuer­beraters an die Anforderungen des Marktes angepasst. Der Steu­erberater ist damit zu einer starken Marke in allen steuerlichen, wirtschaftlichen aber auch wirtschaftsrechtlichen Angelegenhei­ten, und damit ein wichtiger Partner und Berater im Lebenszyklus der Unternehmer2, geworden.

Philipp Rath als mein Nachfolger hat mein vollstes Vertrauen. Ich bin fest davon überzeugt, dass er die VWT in eine erfolgreiche Zukunft führen wird und ich möchte Sie bitten, ihm das gleiche Vertrauen zu schenken, wie Sie es auch mir in all den Jahren ent­gegen gebracht haben.

Liebe Kollegen, Freunde und Mitstreiter, viele von Ihnen kenne ich schon viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte. Mit zahlreichen Kollegen habe ich nicht nur in der Fraktion, sondern auch fraktionsüber­greifend immer gut zusammen gearbeitet.

Ich möchte mich abschließend bei Euch allen recht herzlich für die gute Zusammenarbeit und die Fairness bedanken. Es war für mich eine tolle und lehrreiche Zeit, die ich nicht missen möchte. Danke!

Ihr/Euer Franz X. Priester, WP/StB

Franz X. Priester
Steuerberater

Ausgabe WT 2018-04

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VWT News

Zeitenwende

Wer hätte sich das gedacht: Eine Krankheit, die zu Jahresbeginn im Fernen Osten für Unruhe sorgte, führte Mitte März zu einem beispiellosen Shut-down und bestimmt nun drei Monate danach noch immer unser Leben. Der Corona-Virus wird auch unseren Sommer-Urlaub und unser weiteres Zusammenleben wesentlich bestimmen. Covid-19 hatte und hat gravierende Auswirkungen auf unser Sozial- und Arbeitsleben.

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Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei Überschuldung: Aktuelle Änderungen

Im sogenannten 4. COViD-19-Gesetz, 24. Bundesgesetz vom 04. April 2020, wurden u.a. auch das 2. COViD-19-Justiz-Begleitgesetz und dort im Artikel 37, iii. Hauptstück, Bestimmungen hinsichtlich der Fristen im Insolvenzverfahren geregelt. Für unseren Berufsstand speziell interessant und wichtig waren dabei die Regelungen des § 9, wonach die Verpflichtung des Schuldners, bei Überschuldung einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzantrags zu stellen, nicht bei einer im Zeitraum vom 1. März 2020 bis 30. Juni 2020 eingetretenen Überschuldung besteht.

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Was tut die EU gegen die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19?

Die Corona-Krise ist die schlimmste Krise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen sind seither beispiellos. Alle Länder sind gleichzeitig und ohne eigenes Verschulden mit einem massiven Angebots- und Nachfrageschock konfrontiert. Weder Virus noch Rezession machen an Landesgrenzen halt. Da genügt es nicht, wenn jedes EU-Land sein eigenes Süppchen kocht. Wir müssen die Last der Krise miteinander schultern. Wir brauchen eine gemeinsame Kraftanstrengung, finanzielle Solidarität und ein umfassendes Aufbauprogramm inklusive neuer, solidarischer Finanzierungsinstrumente.

mehr erfahren: Was tut die EU gegen die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19?