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Warum der Wirtschaftsprüfer auch von KSW und IWP unablässig befördert werden muss!

Dieser Tage ist den Medien zu entnehmen gewesen, dass in der Burgtheater-Causa Vergleiche und Zahlungen vereinbart worden sind. Die Tageszeitung Die Presse titelt am Samstag, 10. November 2018: „Das Kriegsbeil ist begraben“ und im Un­tertitel heißt es „… die Versicherung wird allseits zur Kassa gebeten“.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt am selben Tag „Letzter Akt im Finanztheater an der Wiener Burg“ sowie im Untertitel „… Managerversicherung muss 1,5 Millionen Euro zahlen“.

Bei näherem Studium dieser beiden Artikel erhellt, dass das Burgtheater von der Haftpflichtversicherung seines ehemali­gen Wirtschaftsprüfers, der vom Geschäftsjahr 2005/2006 an fünf Jahre geprüft und den Jahresabschluss mit einem unein­geschränkten Bestätigungsvermerk versehen hat, einen Ersatz in Höhe von € 500.000,00 erhält.

Im Oktober 2018 ist laut APA zu erfahren, dass die Überprü­fungsbehörde APAB einen Fragebogen zur Abschlussprüfung versandt hat. Dabei ist aus dem Untertitel zu entnehmen: „Aufsichtsräte sollen bei der Überwachung der Abschluss­prüfung keine bösen Überraschungen erleben“.

Beide Meldungen – sowohl jene über das Burgtheater als auch jene über die APAB – beinhalten Informationen, die den Ab­schlussprüfer in ein negatives Licht setzen.

Somit wird mit diesem Beruf kein positives Image in der Öf­fentlichkeit dargestellt; vielmehr bleibt dieses negative Image in der Öffentlichkeit hängen und wird durch keine geeignete publicitymäßige Positivierung aufbereitet!

Genau das aber wäre unter anderem die Aufgabe der Kammer wie auch des iwp, in geeigneter Weise auf solche imagemä­ßig schädlichen Meldungen zu reagieren, und das Berufsbild des Abschlussprüfers/Wirtschaftsprüfers in das rechte Licht zu setzen.

Es mag schon sein, dass Fehler passieren und passiert sind – trotzdem aber ist der Beruf des Wirtschaftsprüfers vor solchen negativen Meldungen zu schützen.

Solange das nicht in geeigneter Form in der Öffentlichkeit wahrnehmbar ist, wird der Zustrom zu diesem Beruf beschei­den bleiben, wenn nicht gar versiegen und ausbleiben!

Unverständlich ist es, dass in der Funktionärsriege der KSW, in der auch Wirtschaftsprüfer Verantwortung tragen, dazu keine geeigneten Maßnahmen in der Öffentlichkeit ergriffen werden.

Die augenscheinlich getroffenen Maßnahmen sind allerdings bis dato nicht geeignet, ein positives Bild des Berufsstandes zu vermitteln!

WP Alfred Brogyányi

Mag. Dr. Alfred Brogyányi
Geschäftsführer VWT GmbH,VWT Ehrenpräsident

Manz RDB

Ausgabe WT 2018-05/06

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